film magique

les souliers de l'Aid

les souliers de l'Aid

Unter dem Nachhimmel von Tunis, mitten in einem Wohnquartier: Das „Cinéma Numérique Ambulant“ erschafft in weniger als einer  Stunde ein Kino aus dem Nichts. Eine Grossleinwand, ein Projektor, ein Labtop und 100 weisse Plastikstühle und schon kann der Abend beginnen. Gezeigt werden „courts métrages“ – Kurzfilme von tunesischen und französischen Filmemachern.

Anis Lassoued zeigt „Les souliers de l’Aid“ mit dem fantastischen 9-jährigen Laiendarsteller Neder Tlili. Ein kleiner Junge rennt pausenlos durch sein Dorf und wünscht sich zum Ende des Ramadans ein paar Laufschuhe. Er sieht seine Traum-Schuhe in der Stadt, aber die Familie hat kein Geld dafür. Neder träumt sich die Schuhe herbei und läuft und läuft und läuft, bis er damit in die Luft abhebt.

Ein echtes Kleinod von einem Film, das seit 2012 schon viele Preise abgeräumt hat. Es ist eine Art Parabel über starke Träume, filmisch in Fiktion und Animation umgesetzt. Un film magique …

Anis Lassoued ist ebenso begeistert von Neder wie das Publikum. „Der Junge hat sich mit der Rolle sehr stark identifiziert, er hat während der Dreharbeiten auch richtig geweint.“ Das Team habe  mit dem Regisseur geschimpft, er würde den Jungen überfordern. Aber der Junge nahm den Regisseur in Schutz. Lasst nur.

Anis Lassoued verrät das Geheimnis seines Films: „Manches ist für die Kinder banal, was für die Erwachsenen sehr wichtig ist, und umgekehrt – banal für die Erwachsenen und sehr wichtig für die Kinder. Diesen Unterschied muss man erkennen können, wenn man mit Kindern dreht“.  Das ist ihm definitiv gelungen.

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