Jihad Nikah

Jihad Nikah - Karikatur "La Presse"
Jihad Nikah – Karikatur „La Presse“

Jihad Nikah – junge Tunesierinnen reisen in den Syrienkrieg und versorgen dort die Gotteskrieger mit Sex. Das Phänomen wird in Tunesien heiss diskutiert, seit der Innenminister vor ein paar Tagen erstmals bestätigt hat, dass es diese Tunesierinnen wirklich gibt. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Es könnten mehrere Hundert sein, die von religiösen Eiferern indoktriniert und für den Jihad Nikah rekrutiert werden.

Zuerst wurden tunesische junge Männer zu hunderten in den Krieg nach Syrien geschickt, jetzt in einer zweiten Etappe folgen ihnen offenbar die Frauen nach. Für die meisten religiösen Kreise ist diese „mariage du plaisir“ verboten, auch in Kriegszeiten gibt es keine Ausnahme. Aber nicht alle sehen das so. Für den Jihad, den heiligen Krieg ist offenbar alles erlaubt. Auch reihenweise Männern zur sexuellen Befriedigung zur Verfügung zu stehen. Viele junge Tunesierinnen sollen schwanger aus Syrien zurückgekehrt sein. Sie wären als ledige Mütter in Tunesien dann zusätzlich stigmatisiert.

Für die Frauen in Tunesien, die sich selber als fortschrittlich sehen und Vorbildfunktion in Nordafrika haben, ist das ein besonders harter Schlag ins Gesicht. Sie sehen im Jihad Nikah eine Art verdrehte sexuelle Revolution unter dem Deckmantel der Religion.

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