L’Aïd el Idha – Opferfest

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Wenn erstmals Schafe in der Quartierstrasse im Morgenlicht rumstehen, dann kann es nicht mehr weit sein bis zum Opferfest Aïd El Idha. Am 15. Oktober ist es soweit. Es ist das höchste Opferfest im islamischen Jahr und fällt zusammen mit der Pilgerfahrt nach Mekka. Man gedenkt damit Abraham, dessen Liebe zu Allah auf die Probe gestellt wurde, und der sogar seinen Sohn für opfern wollte. Das Gleichnis  ist sowohl im Koran wie in der Bibel überliefert.

Muslimische Familien, die es sich leisten können, kaufen zum Opferfest ein Schaf und schlachten es um danach mit der Familie zu essen und auch einen Teil des Schafes an Bedürftige weiter zu schenken. Weil in Tunesien der eigene Bestand an Schafen nicht ausreicht, werden zu L’Aïd spanische Schafe zusätzlich importiert. Die spanischen Schafe sind zwar fast um die Hälfte billiger als ein tunesisches Schaf, aber viele Tunesier wollen trotzdem ein tunesisches Schaf schlachten und werden sich also in einige Kosten stürzen. Ein tunesisches Schaf kostet bis 400 Tunesische Dinar (etwas mehr als 200 Franken). Für eine ärmere Familie hier ist das nicht machbar. Sie wird verzichten müssen.

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Das Opferfest hat eine ähnliche Kommerzialisierung durchgemacht wie bei uns Weihnachten, wenn auch noch nicht in der gleichen Dimension. Vielfach geht es nicht mehr vor allem um das Opfern eines Schafes und das Teilen mit Ärmeren, sondern eher darum, wer das grössere Schaf kaufen kann.  Ich bin an diesem Tag bei einer Kollegin eingeladen und werde sicher darüber berichten, wie ich den Tag erlebt habe.

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